Montage & Pflege

Gefälle & Entwässerung: Warum Ihre Terrassenüberdachung nicht gerade sein sollte

28.08.2026Aktualisiert 19.10.20263 Min. LesezeitTerrassen Nee

Wie viel Gefälle braucht eine Terrassenüberdachung? 8° Neigung = ca. 14 cm pro Meter Tiefe – mit Tabelle, Umrechnung Grad/Prozent und Tipps zum Ablauf.

Eine Terrassenüberdachung wirkt auf den ersten Blick wie eine gerade, ebene Fläche – ist sie aber nicht, und das ist auch gut so. Ein Gefälle sorgt dafür, dass Regenwasser kontrolliert abläuft, statt sich auf dem Dach zu sammeln. Wir erklären, wie viel Gefälle sinnvoll ist, wie Sie es für Ihre Terrassengröße berechnen und wohin das Wasser abläuft.

Kurz gesagt: Die Terrassenüberdachungen von Terrassen Nee haben eine Dachneigung von 8° – das sind rund 14 % oder etwa 14 cm Höhenunterschied pro Meter Tiefe. Bei 3,00 m Tiefe liegt die Rinne also rund 42 cm tiefer als der Wandanschluss. Das Wasser läuft in die Rinne und durch das Fallrohr im Pfosten ab.

Warum überhaupt ein Gefälle?

Ohne ausreichende Neigung bleibt Regenwasser auf den Dachplatten stehen. Staub und Blütenpollen werden dann nicht abgespült, was mit der Zeit Algenbildung begünstigt; stehendes Wasser erhöht außerdem die Belastung durch Frost im Winter. Ein ausreichendes Gefälle sorgt dagegen für einen Selbstreinigungseffekt bei Regen und dafür, dass Schnee leichter abrutscht, statt sich aufzubauen.

Wie viel Gefälle ist sinnvoll?

Üblich sind Neigungen ab etwa 5°. Die Terrassenüberdachungen von Terrassen Nee sind auf eine Standard-Dachneigung von 8° ausgelegt – damit läuft Regenwasser zügig ab. Die Faustformel: Höhenunterschied (cm) ≈ Dachtiefe (m) × 14.

Tabelle: Gefälle und Höhe am Wandanschluss

Bei 8° Neigung und der Standard-Pfostenhöhe von 250 cm ergeben sich diese Richtwerte:

Tiefe der Überdachung Höhenunterschied (Gefälle) Höhe am Wandanschluss
2,00 m ca. 28 cm ca. 278 cm
2,50 m ca. 35 cm ca. 285 cm
3,00 m ca. 42 cm ca. 292 cm
3,50 m ca. 49 cm ca. 299 cm
4,00 m ca. 56 cm ca. 306 cm
5,00 m ca. 70 cm ca. 320 cm
6,00 m ca. 84 cm ca. 334 cm

Prüfen Sie vor der Bestellung, ob an Ihrer Hauswand in dieser Höhe Platz für das Wandprofil ist – Fenster, Rollladenkästen oder die Dachrinne des Hauses dürfen nicht im Weg sein. Den Höhenrechner für Ihre Maße finden Sie in der Messanleitung.

Neigung umrechnen: Grad, Prozent und cm pro Meter

Dachneigungen werden in Grad oder Prozent angegeben, gemeint ist dasselbe Gefälle:

  • 8° ≈ 14 % ≈ 14 cm Höhenunterschied pro Meter Tiefe (Standard bei Terrassen Nee)
  • 5° ≈ 8,7 % ≈ 8,7 cm pro Meter
  • Prozent = Höhenunterschied ÷ Tiefe × 100; Grad = arctan(Prozent ÷ 100)

Wichtig: 8° sind nicht 8 % – ein häufiger Rechenfehler, der zu einem deutlich zu flachen Dach führen würde.

Ablauf: So fließt das Regenwasser ab

Das Gefälle führt das Wasser in das vordere Rinnenprofil. Ein Laubfang in der Rinne hält Blätter zurück, von dort läuft das Wasser durch das PVC-Fallrohr, das unsichtbar im Pfosten verläuft, und tritt unten über einen Bogen seitlich aus. Planen Sie, wohin das Wasser dort fließen soll – etwa in ein Beet, eine Versickerung oder eine Regentonne – und leiten Sie es vom Haus weg.

Was das für die Montage bedeutet

Bei einer Wandanbau-Konstruktion wird das Wandprofil entsprechend höher montiert als die Rinne auf den vorderen Pfosten. Die Montageanleitung gibt die Standard-Dachneigung von 8° vor: Sie legen die Rinne auf Stützen und stellen ihre Höhe so ein, dass diese Neigung erreicht wird. Halten Sie die Maße genau ein, statt „nach Augenmaß“ zu arbeiten – ein zu geringes Gefälle ist einer der häufigsten Fehler bei der Selbstmontage.

Häufig gestellte Fragen zum Gefälle

Warum braucht eine Terrassenüberdachung ein Gefälle?

Damit Regenwasser kontrolliert abläuft, statt auf den Dachplatten stehen zu bleiben. Stehendes Wasser begünstigt Verschmutzung, Algenbildung und zusätzliche Belastung im Winter.

Wie viel Gefälle braucht eine Terrassenüberdachung?

Üblich sind Neigungen ab etwa 5°. Die Terrassenüberdachungen von Terrassen Nee sind auf 8° (rund 14 %) ausgelegt. Faustformel: Höhenunterschied (cm) ≈ Dachtiefe (m) × 14 – bei 3,00 m Tiefe also rund 42 cm.

Wie hoch muss der Wandanschluss sein?

Bei der Standard-Pfostenhöhe von 250 cm und 8° Neigung gilt: 250 cm + Tiefe × 14 cm pro Meter. Bei 3,00 m Tiefe sind das rund 292 cm, bei 4,00 m rund 306 cm.

Wie wird das Regenwasser bei der Terrassenüberdachung abgeleitet?

Über das Gefälle in die Rinne mit Laubfang und von dort durch das Fallrohr im Pfosten. Unten tritt das Wasser über einen Bogen seitlich aus – leiten Sie es vom Haus weg.

Muss ich das Gefälle bei der Selbstmontage selbst berechnen?

Nur den Höhenunterschied für Ihre Tiefe: Die Montageanleitung gibt die Standard-Dachneigung von 8° vor, mit der Faustformel oder der Tabelle oben ist der Rest schnell gerechnet. Wichtig ist, das Maß bei der Montage genau einzuhalten.

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